Ausstellungseröffnung „Supervision“ von Melanie Kramer

Am Abend des 19. April eröffnete die Dresdner Künstlerin Melanie Kramer ihre Ausstellung SUPERVISION im Grünen Büro. Zur feierlichen Vernissage begrüßte der Landtagsabgeordnete Valentin Lippmann zahlreiche Gäste und geleitete mit einem Grußwort in die Kunst. Zu sehen ist die aus Zeichnungen bestehende Serie „hello again“, welche von der Kunsthistorikerin Jana Wieking vorgestellt wurden.  Die Musiker von Klezmerein sorgten stimmungsvoll für die musikalische Untermalung.

Die Arbeiten können noch bis zum 01. Juni während der Öffnungszeiten (Di, Mi 9.30 – 15.30 Uhr, Do 9.30 – 18.00 Uhr) sowie nach Vereinbarung besichtigt werden.

Zur Serie hello again
Gemeinsam ist den Arbeiten dieser seit 2010 entwickelten Reihe von Zeichnungen ihr Bezug zum Phänomen des déjà-vu, des erinnerten Bildes oder Szenarios.

Melanie Kramer nennt ihre Technik zeichnerisches Erinnern. Ein Bild, ein Foto, ein Moment bildet den Ausgangspunkt des Prozesses. Im Akt dieses zeichnerischen Erinnerns verleihen sich wichtige Bestandteile der (Bild-)Erzählung eigenmächtig ein groteskes Gewicht. Andere Details hingegen verschwinden ganz oder verschwimmen zu abstrakt-groben Beschreibungen.
Die Beschränkung der grafischen Mittel auf ein absolutes Minimum an feinen Linien sowie auf die Darstellung einzelner, herausgehobener Figurationen ohne Verortung in einer sie irgendwie umgebenden Umwelt, lässt dieses von ihr zeichnerisch erinnertes Bild im Kopf des Betrachters schnell aktiv werden. Unvermittelt verschafft es sich Platz im persönlichen Denkraum und „arbeitet“ dort weiter. Es verlangt nach Einordnung und Kategorisierung – woran man in aller Regel ob der Reduziertheit der Bildinformationen wohl scheitern muss.

Mehr Informationen zur Künstlerin finden Sie unter: www.melaniekramer.de

Die Eröffnungsrede von Jana Wieking können Sie hier nachlesen.

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