Was der Patriotismus nicht ist oder sein kann
Pünktlich zur Fußball-EM der Herren gibt es mal wieder eine Diskussion über den Patriotismus, insbesondere die Frage, ob ich in Deutschland eigentlich PatriotIn sein darf. Anlass dafür ist ein auch ein Aufkleber der Grünen Jugend aus dem Jahr 2010, der sich nun medialer Beliebtheit erfreut, mit dem Aufdruck „Patriotismus nein Danke“ und eine entsprechende Pressemitteilung der Grünen Jugend.
Daniel Mack, Grüner MdL aus Hessen hat diese Äußerungen der Grünen Jugend zum Anlass für einen offenen Brief an den Bundesvorstand der Grünen Jugend genommen, der sich hier findet: http://danielmack.de/patriotismus-differenziert-betrachten/ Er kritisiert dabei die Grüne Jugend für ihre Haltung und meint, dass man zurecht Stolz auf die Errungenschaften der Bundesrepublik und die Integrationsleistungen Deutschlands stolz sein könnte. Ähnlich argumentieren auch einige Medien, die sich der Berichterstattung über die Haltung der Grünen Jugend zu diesem Thema angenommen haben. Auch die Grüne Jugend Hessen hat sich in einem offenen Brief an den Bundesvorstand gewandt und sich von dessen Haltung zum Patriotismus distanziert. Mit der GJ-Hessen möchte ich mich im folgenden weniger auseinandersetzen, der Brief ist vielleicht gut gemeint, aber keinesfalls unbedingt gut gemacht. Der Ansatz, dass die aktuelle Patriotismuskritik mit „linksextremistischen“ Gruppen gleich gesetzt wird, ist beispielsweise mehr als gewagt. Ich will im folgenden auch nicht den Bundesvorstand der Grünen Jugend verteidigen auch in der kritisierten Pressemitteilung sind mir einige Feststellungen zu verkürzt, die Patriotismuskritik an einigen Stellen zu polemisch und dem GJ-Bundesvorstand müsste auch bekannt sein, dass es Unterschiede zwischen Kausalitäten und Korrelationen gibt.