Heute fand im Sächsischen Landtag eine Sondersitzung des Innenausschusses anlässlich der Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt am 4. Mai statt, bei der zwei Menschen ums Leben gekommen und weitere teils schwer verletzt worden sind.
Unmittelbar nach dem etwa zweieinhalbstündigen Ausschuss sagt Valentin Lippmann, innenpolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:
„Zunächst möchte ich mich – besonders nach den eindrücklichen Schilderungen der Leipziger Feuerwehr wäherend der heutigen Sitzung – für die außergewöhnliche Courage der Leipziger Bevölkerung bedanken. Es ist alles andere als selbstverständlich, mit welchem Mut und welcher Hilfsbereitschaft verletzten Menschen geholfen und sogar bei der Ergreifung des Täters unterstützt wurde. Insgesamt hat die mustergültige Bewältigung dieser dramatischen Einsatzlage gezeigt, wie wichtig eine gute und erprobte Zusammenarbeit zwischen Polizei, Rettungskräften und engagierten Spontanhelfer*innen ist.“
„Die Polizeiführung hat nach heutigem Erkenntisstand glaubhaft vermittelt, dass ihr vor der Tat keine hinreichenden Indizien vorlagen, wonach der Amokfahrer eine solche Amoktat geplant hat. Für mich ist nach der Ausschusssitzung allerdings nicht abschließend geklärt, welche Informationen der Polizei zu welchem Zeitpunkt tatsächlich vorlagen und inwieweit diese in eine mögliche Gefahrenprognose hätten einbezogen werden können.„
„Ich gehe davon aus, dass diese Fragen ebenso wie die Ergründung des Motivs des Täters weiter Gegenstand der Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei sein werden und der Innenausschuss des Landtages dazu weiter umfassend unterrichtet wird.“