Die gewaltbreite rechtsextreme Szene wird immer anschlussfähiger für junge Menschen. Mit spezifischer Social-Media Ansprache, welche ein radikales Männlichkeitsbild vermittelt, und gemeinschaftsstärkenden Freizeitangeboten versuchen sie gezielt Jugendliche für sich zu vereinnahmen. Diese Entwicklung zeigt sich sehr deutlich an Schulen und in Jugendclubs, in denen sich rechtsextreme Taten häufen. Behörden, Eltern und Lehrer fragen sich immer mehr: Wie schaffen wir es diesen Tendenzen effektiv entgegenzuwirken?
Über die aktuellen Entwicklungen und Handlungsmöglichkeiten hatte ich am 30. März 2026 im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus in die Grüne Ecke eingeladen. Unter dem Titel „Immer jünger, immer gewaltbereiter – eine neue rechtsextreme Jugendkultur?““ diskutierte ich mit Michael Krell, freier Autor und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Dresden, und den zahlreichen Gästen über Ursachen, Strategien und Gegenmaßnahmen.
Was können wir tun bzw. was braucht es, um den aktuellen Entwicklungen entgegenzuwirken? Wir brauchen eine starke Zivilgesellschaft und eine gesicherte Förderung demokratischer Bildungsarbeit; an Schulen müssen Strukturen geschaffen, an denen man sich vertrauensvoll wenden kann und natürlich auch Schulungsmöglichkeiten für Lehrkräfte und Schulleitung; stärker dem „Follow the money“-Ansatz verfolgen, um Geldströme rechtsextremer Vereine und Organisationen trockenzulegen
Die Veranstaltung hat gezeigt, dass es wichtiger denn je ist sich gemeinsam auf unterschiedlichen Ebenen entschieden für eine wehrhafte Demokratie einsetzen. Ich danke Michael Krell für den interessanten Einblick in die Forschung und an alle, die da waren und mit uns diskutiert haben.
